Die richtige Frequenz finden: Wie oft ist oft genug?
Wie oft soll ein Newsletter erscheinen — und was passiert, wenn es zu viel wird? Ich habe nachgeforscht, ein paar überraschende Zahlen gefunden und daraus einen Entschluss gezogen.
Wenn Du von LinkedIn kommst, kennst du es vermutlich: Vorgaben wie oft Du posten solltest. Am besten drei Mal die Woche. Also weder unter- noch überfordern. Doch bei einem Newsletter sieht die Sache anders aus. Weil Du direkt im Postfach landest, kann hier ein Zuviel das Gegenteil bewirken.
Wir wollen mit unseren Texten wirken. Aber eben auf keinen Fall spammy.
Deswegen habe ich einmal die Recherche-Maschine angeschmissen, um zu schauen, was eine optimale Frequenz für Deinen Newsletter ist.
Kleiner Spoiler: Aus den Erkenntnissen habe ich auch einen Entschluss zur Veränderung gefasst.
Aber schauen wir zuerst auf die Zahlen. Versprochen: Ich mach's kurz. 🙂
Wenn Du solo-selbständig bist
Coaches, Berater, Trainer — für Dich ist wöchentlich der Goldstandard. Weil Du damit regelmäßig zeigst, dass Du weißt, wovon Du redest. Und weil Du im Kopf Deiner potenziellen Kunden bleibst — ohne aufdringlich zu sein.
Wöchentliche Newsletter haben übrigens mit 33,8 % die höchsten Öffnungsraten.
Wenn Dir das zu viel ist: zweiwöchentlich ist eine valide Alternative. Besser regelmäßig alle 14 Tage als unregelmäßig jede Woche. Denn die höchsten Öffnungsraten haben Newsletter, die erwartet werden. Was Du vermeiden solltest: monatlich. Das Risiko ist zu groß, dass Deine Leser vergessen, wer Du überhaupt bist.
Wenn Du Autor oder Autorin bist
Hier kommt es auf die Phase an.
Gerade kein Buch in der Pipeline? Monatlich reicht. Du willst die Verbindung zu Deinen Lesern halten — nicht nerven. Ein kurzer Einblick in Deinen Schreibprozess, eine Buchempfehlung, ein Gedanke. Das reicht völlig.
Vor einem Launch? Dann wird es intensiver. Fang am besten sechs Monate vorher an, steigere dann langsam die Frequenz — und in den letzten zwei bis vier Wochen ruhig ein bis zweimal pro Woche senden. Dann ist das nicht nur okay, das ist notwendig.
Übrigens: Romance-Leser wollen öfter von Dir hören als Fans literarischer Fiktion. Die Zielgruppe bestimmt den Rhythmus mit.
Was mich überrascht hat
Ich dachte immer: viel hilft viel. Mehr Posts, mehr Sichtbarkeit.
Stimmt nicht ganz. Eine zu hohe Frequenz ohne echten Inhalt senkt die Öffnungsrate um bis zu 25 %. Und wenn mehr als 0,25 % Deiner Leser sich pro Ausgabe abmelden, ist das ein klares Signal: zu viel, zu wenig Inhalt, oder beides.
Und noch etwas hat mich überrascht: Das Wort „Newsletter" im Betreff senkt die Öffnungsrate statistisch um fast 19 %. Also: weg damit.
Die Konsequenz
Ich passe meine Frequenz an. 🙂
Ehrlich gesagt hätte ich genug Stoff für mehr. Aber ich finde die Gefahr der Über-Spammung zu wichtig, als dass ich sie ignorieren kann.
Denn du sollst meine Inhalte ja auch lesen wollen.
Deswegen erscheint dieser Newsletter jetzt nur noch dienstags — einmal pro Woche. Oder meinst Du, mehr wäre besser? Dann schreibe es mir gerne.
Wenn Du es genauer für Deinen Fall wissen willst: Du weißt, wie Du mich findest. ♥️
Take-Away:
Weniger ist manchmal mehr. Je nach Zielgruppe.