Willkommen auf der Langstrecke: Wie Du die Lust aufs Schreiben behältst

Drei Jahre Newsletter, und manchmal fiel mir einfach nichts mehr ein. Und dann flutschte es wieder. Hier sind die drei Dinge, die mich auf der Langstrecke gehalten haben — und dich auch halten werden.

Willkommen auf der Langstrecke: Wie Du die Lust aufs Schreiben behältst

Seit über drei Jahren schreibe ich nun schon regelmäßig Newsletter. Und manches Mal dachte ich, mir fällt einfach nichts mehr ein. Und dann flutschte es überraschenderweise wieder.

Mein allerster Tipp für dich:

Nutze ein Tool, das leicht zu bedienen ist.

Und Dir vielleicht sogar Freude macht.

Nichts ist demotivierender als wenn Du Dich jedes Mal aufraffen musst, Deinen Newsletter zu schreiben. In einem Tool, das ich früher nutzte, war der Editor kompliziert. Schriftarten veränderten sich nach jedem Enter und mussten manuell wieder korrigiert werden. Bilder kamen anders an, als ich sie geschickt habe. Und meine Lust, sich da ran zu setzen, sank mit der Zeit immer weiter.

Mit einfacheren Editoren wie z. B. auf Substack, Patreon oder wie hier auf Ghost, logge ich mich einfach ein und öffne einen neuen Post. Weißes Feld. Und ich kann loslegen und die Ideen fließen lassen. Das macht mir sogar Spaß.

Wenn Du vielleicht auf LinkedIn postest, weißt Du, dass der Alltag der beste Stoff ist. Und ganz ehrlich, das ist mein zweiter Tipp:

Schreibe über das, was Dich im Alltag beschäftigt.

Und das mit Deinem Thema zu tun hat.

Nicht "über Dein Thema". Über den Moment, der Dich gestört, überrascht oder zum Lachen gebracht hat — und der zufällig mit Deinem Thema zu tun hat. Ein Gespräch. Ein Fehler. Eine Beobachtung im Supermarkt, die irgendwie passte.

Ich schreibe über Newsletter und Sichtbarkeit. Und trotzdem kommen meine besten Posts nicht aus "ich brauche jetzt ein Thema" — sondern aus "das hat mich heute Morgen beschäftigt, und ich glaube, das kennst Du auch."

Und mein Lieblings-tipp:

Schreibe für einen Freund.

Du musst nicht klug klingen. Sondern nach Dir.

Es mag etwas eingebildet klingen - aber ein paar Menschen meinen, ich schreibe unterhaltsam und witzig. Das freut mich. Denn genau so will ich klingen. Ich möchte, dass meine Texte gelesen werden. Dafür stelle ich mir als Leser einen guten Freund vor - eineR mit dem/der ich gerne lache. Und dann überlege ich, wie ich diesem Menschen meine Text-Idee näher bringen würde. Wird also Zeit Deine Deutsch-Lehrer und Professoren im Kopf in den Ruhestand zu schicken.

Take-Away:

Je länger Du schreibst, desto mehr klingt der Newsletter nach Dir. Und irgendwann ist das Dein größter Wettbewerbsvorteil. Weil den kann niemand kopieren.