Was Dein Newsletter wirklich leisten muss
Ein Newsletter verkauft nicht – er lässt die Leute Dich kennenlernen. Warum mich ein riskanter Post Abonnenten gekostet hat, und warum das gut war.
Na, für entspannte Sichtbarkeit soll er sorgen – dafür sind wir doch hier. Also Dein Angebot, Dein Buch vorstellen und einem Publikum sichtbar machen.
Stimmt.
Mit einem Fragezeichen.
Denn was dahinterliegt – was ein Newsletter eigentlich leisten muss – ist, dass die Leute Dich kennenlernen. Und das ist etwas anderes.
Du kennst die Mails, die „Angebot, Angebot, Angebot!" schreien? Magst Du die?
Ich nicht.
Und Du kennst die Newsletter, die Woche für Woche Geschichten erzählen? Bei denen nach und nach ein Gefühl für den Menschen dahinter entsteht?
Hier liegt der Trick: Menschen kaufen von Menschen. Das gilt vor allem für uns Solo-Selbständige, für Autorinnen und Autoren. Ein Buch von einer Autorin, die ich kenne (und mag), kaufe ich eher als ein unbekanntes.
Doch wie zeigst Du Dich in Deinem Newsletter? Indem Du Geschichten erzählst, die mit Dir und Deinem Projekt zu tun haben. Was hast Du gelernt? Was hat Dich überrascht? Wo bist Du gescheitert?
Der letzte Punkt ist der wichtigste. Zum Beispiel mit meinem letzten Post:

Da hatte ich wirklich überlegt, ob ich das Thema hier reinnehme. Es war riskant. Und soll ich Dir was sagen? Ich habe dadurch tatsächlich Abonnenten verloren.
Das schmerzt. Es ist trotzdem okay. Es ist sogar gut – auch wenn "wissen" und "fühlen" hier zwei unterschiedliche Dinge sind. Denn genau durch die unglatten Dinge bekommst Du Kontur. Wirst greifbar.
Ich habe selbst schon Newsletter gelesen und gedacht: „Jetzt übertreibt sie aber." Und ich lese sie immer noch. Weil sich über Monate etwas aufgebaut hat, das eine einzelne Mail nie geschafft hätte. Beziehung ist keine Mail. Beziehung ist "Wieder-'Öffnen'-Klicken".
Genau das willst Du mit einem Newsletter erreichen. Nicht, dass jeder Dich mag.
